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Weimar d. 11. Mai 1799
190,31
Blos um den gehässigen Spielen des Zufals vorzubauen, schreib ich
Ihnen, lieber guter Unsichtbarer, daß ich heute über 8 Tage, also
den 18 Mai abends in Ihrer Stube stehen werde. Am Morgen darauf
eil’ ich nach Hildburghausen; und bald wieder zurük; und dan hoff 190,35
ich sol die Abschiedsaudienz bei Ihnen länger dauern als die Antrits191,1
audienz.

Ihr lezter Brief gab mir so viele Freude als jezt die Hofnung, Sie
zu sehen. Die Hauptsache, die ich bei Ihnen vornehmen werde, wird
darin bestehen, daß ich Weimar schwarz mache, welches ihm nicht 191,5
schadet, da es nie roth wird.

Der Frühling sei um und in Ihnen! Meinen Grus an Ihre liebe
Gemahlin!

Richter


H: Kestnermuseum, Hannover. 2 S. 8°. K: Knebel 11. Mai. J: Knebel Nr. 4. B: IV. Abt., III.1, Nr. 164. 191 , 5 schwarz K 6 roth ist K
Nach Knebels Tagebuch (Goethe- u. Schiller-Archiv) kam der Brief am 12., Jean Paul selber, statt am 18., erst am 19. Mai in Ilmenau an.

Textgrundlage:

259. An Knebel in Ilmenau. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 3. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1959.

Seite(n): 190-191 (Brieftext); 457 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Karl Ludwig von Knebel. Weimar, 11. Mai 1799. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=III_259 >


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