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[ Weimar, 29. Nov. 1799 ]
258,2
— Das Bad eines neuen Menschenstromes, der reinigend in den
alten fliesset — den Traualtar aufmauern — Bak- und Leuchtwerk —
Es war Plaz genug da, wenn man nur sas. Wollen die Leute mar258,5
schieren, so müssen sie nicht zu mir kommen. Was hat das K[öhle-
rische]
Haus verschuldet, daß das Schiksal mit allen gelben Gewittern
dasselbe umzieht und Schläge auf Schläge in zitternde wunde Herzen
thut? — Ein neues Leben, ein neuer Frühling wird mit den neuen
Pflichten vor dir aufgehen.258,10

K (nach Nr. 350): Frieder. Otto. 29 Nov.
Friederike stand im Begriff, Wernleins Gattin zu werden. Wie aus Ottos Brief an J. P.IV. Abt., III.2, Nr. 285 hervorgeht, enthielt Jean Pauls Brief die Nachricht, daß Karoline Herolds Bräutigam (Liebmann) bei ihm und Herder gewesen sei. Von diesem hatte er vermutlich das über die Familie Köhler (s. Bd. I, Nr. 161) hereingebrochene Unglück erfahren. Nach Ottos Brief Nr. 274 (den Jean Paul aber erst im Dezember erhielt) hatte der Bürgermeister sowie sein Schwiegersohn Stichert Bankerott gemacht und war dem Trunke, seine Frau dem Wahnsinn verfallen; vgl. 288,10 ff.

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

352. An Friederike Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 3. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1959.

Seite(n): 258 (Brieftext); 481 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Friederike Otto. Weimar, 29. November 1799. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=III_352 >


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