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[ Weimar, Jan. 1800 ]
277,31
Ich erstaune über alles, über Ihre Güte und über den fremden
Misbrauch. Ich lege Ihnen diesen Brief zum Beweise der Täuschung278,1
bei, die blos auf Erpressungen von mir abzielt. Ich bitte Sie, nicht
meine Stelle zu vertreten, auch mir die Zurükgabe zu erlauben. Ich
bin beschämt und dankbar und verwirt — Also überlassen [Sie]
diese[n] quälenden Bruder blos dem gequälten Bruder. 278,5

H: Goethe- u. Schiller-Archiv. B: IV. Abt., III.1, Nr. 303. 278 , 1 Beweise] aus Zeichen 2 abzielt] davor gestr. losz[ielt] 3 auch bis erlauben] nachtr.
Jean Pauls Bruder Adam, der Barbier, hatte im November 1799 einen Bettelbrief an Karoline Herder gerichtet, sie hatte ihm ohne Jean Pauls Wissen zunächst 1 Louisdor geschickt und mehr versprochen; als er dann wieder schrieb, er sei wegen Schulden ins Gefängnis gekommen, setzte sie Jean Paul davon in Kenntnis. Vgl. 286,20 —23 und FB Nr. 48.

Textgrundlage:

383. An Karoline Herder. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 3. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1959.

Seite(n): 277-278 (Brieftext); 488 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Caroline Herder. Weimar, Januar 1800. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=III_383 >


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