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[ Weimar, 24. Jan. 1800 ]
281,8
Ich wünsche, daß ich das Erscheinen des Briefs so gut entschuldigen
könne als das Verzögern desselben. Mein Innerstes sagte mir oft,281,10
mich kindlich an die mütterliche Hand zu wenden, aus der ich entweder
das gröste Glük empfange oder den grösten Schmerz. — Ich bin ihr
die Beruhigung über die äusseren Verhältnisse schuldig, die eine ge
liebte Tochter, welche die schönsten verdienet, theilen sol. etc. O dieses
schuldlose Wesen verdient keine Schmerzen. Algütiger, gieb ihr keine281,15
neuen, sie wurde so oft im Frühling des Lebens verwundet und beraubt
— so viele Gräber geliebter Menschen hast du vor ihr aufgethan und
sie ihrem eignen so nahe gezogen — ach sie verträgt keine tiefe Wunden
mehr — bringe sie in die verzeihende Umarmung der zärtlichen
Mutter und beglücke sie beide.281,20

K: Frau v. Feuchtersl. 24 Jenn. i: Denkw. 2,238.
Angekommen 31. Jan. Vgl. 290,7 und IV. Abt. (Br. an J. P.), III.2, Nr. 307. Ernestine von Beck hatte am 17. Jan. Jean Paul aufgefordert, sogleich an Karolinens Mutter einen Brief desselben Inhalts wie an sie (Nr. 382) zu richten, um deren Bedenken wegen seines (künftigen) Aufenthalts und seiner Finanzen zu beheben. 281,9 f. Vgl. 107,24 f.

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

388. An Frau von Feuchtersleben. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 3. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1959.

Seite(n): 281 (Brieftext); 489 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Rosalie Sophie Marie von Feuchtersleben. Weimar, 24. Januar 1800. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=III_388 >


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