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[ Berlin, Juni 1800 ]
339,24
Rose, Lilie, Nelke, Vergismeinnicht! Ich komme zwar, aber um339,25
eine \nicefrac{5}{4} Stunden Stunde später, da ich die Freude habe, bei Ihnen eine
Stunde länger zu sein, weil ich nicht ins Schauspiel gehe. Ich bin
eigentlich schon bei Ihnen, aber auf dem Parnas — unter Ihren
Versen.

Richter
339,30
Wollen Sie mir das kleine Lootsmängen wiedersenden?

* H : DLA, Marbach. K (alte Abschrift von Bertha Borngräbers Hand): Literaturarchiv, Berlin. J: Helmina v. Chézy, Unvergessenes, Leipzig 1858, 1. Teil, S. 142 ×. 339 , 26 \nicefrac{5}{4} Stunden Stunde] Fünfviertelstunde J 26 \nicefrac{5}{4} Stun den steht über eine Stunde 27 gehe.] danach Man muß die Freude verkürzen, um sie zu verdoppeln. J (vielleicht aus einem andern Billett, vgl. zu Nr. 478) 31 das ] aus den, fehlt J
Helmina von Chézy (1783—1856), die Enkelin der Karschin, Tochter der Frau von Klencke (vgl. 343,1 f.), seit August 1799 mit dem Baron von Hastfer verheiratet, bald darauf geschieden, 1805 mit dem Orientalisten A. L. de Chézy in Paris vermählt, hat in ihrer Selbstbiographie ausführlich, aber unzuverlässig über ihre Beziehung zu Jean Paul berichtet, auch einiges aus seinen Briefen und „allerliebsten Morgenbillets“ an sie ungenau mit geteilt, wahrscheinlich zum Teil aus dem Gedächtnis, da ihr die Originale, wie sie selber angibt, meist abhanden gekommen waren; einzelne davon haben sich jedoch an zerstreuten Stellen in Original oder Abschrift er halten. Ihre Briefe an Jean Paul (Berlin JP) hat Nerrlich 1883 in der Beilage zur Vossischen Zeitung, Nr. 39 u. 40, ziemlich vollständig ver öffentlicht, einige vorher schon Ernst Förster im 3. Band der Denk würdigkeiten. Sie hatte sich schon ein Jahr vor der Bekanntschaft schrift lich an Jean Paul gewandt, s. IV. Abt. (Br. an J. P.), III.1, Nr. 198. Die erste Begegnung fand am 3. Juni statt. Einige Tage darauf sandte sie ihm ihre Gedichte zu. 339,31 Lootsmännchen: vgl. I.Abt., IX, 30, 32 .

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

*474. An Helmina von Hastfer, geb. Klencke. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 3. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1959.

Seite(n): 339 (Brieftext); 513 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Helmine Hasfter. Berlin, Juni 1800. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=III_474 >


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