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[ Hof, 20. Aug. 1795 ]
107,2
1. Wil mir der Kinderton nicht recht aus der Stimrize — ein
ästhetischer Tenorist kan nicht sogleich ein historischer Diskantist
werden — 2) werf’ ich armer Maulwurf einen ganzen Hügel von107,5
Arbeit auf und ich habe kaum Zeit zu niesen, noch weniger so viel
historische Quellen mehr als einmal zu durchwaten — Alle meine Aeste
wachsen gegen das Fenster meines Treibhauses zu und wollen durch
brechen und sich im Wehen Ihres Edens baden. — Vielleicht wirft
mir eine freigebige Minute einen Aufsaz. Jeden Abend wehe die Ruhe107,10
die friedliche Dreieinigkeit in der untern Stube an wie mich neulich, da
die Dämmerung darin — der gewöhnliche Bestandtheil unsrer Freude
— so gros war als mein Genus.

K: Elrodt 20 Aug. i: Nachlaß 4,261× (vereinigt mit Nr. 172).
Ellrodt hatte um einen Beitrag zu dem von ihm herausgegebenen „Taschenkalender für die Jugend und ihre Freunde auf das Jahr 1796“ gebeten; vgl. zu Nr. 179. 107,11 Die Dreieinigkeit ist wohl Ellrodt mit seiner Mutter (vgl. 326,27) und Braut (Kölle); vgl. 95 , 14 .

Textgrundlage:

155. An Dr. Ellrodt in Bayreuth. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 107 (Brieftext); 426 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Theodor Christian Ellrodt. Hof, 20. August 1795. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_155 >


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