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Hof d. 3 Sept. 1795.
108,4
Mein theuerer Emanuel,108,5
Nur ein Wort! Wenn Sie endlich einmal zugleich mit diesen schönen
Nachsommertagen Hof besuchen, wozu unser gute Genius endlich den
Ihrigen bereden möge, so bringen Sie mir etwas mit: weissen, feinen
Bewer, die Elle à 32 gr. oder so ungefähr. Ich ziehe schon lange mit
einem Sommerbalg herum, der eben so viel Oefnungen und Poren ge108,10
wint als ich selber; ich mus mich auf den Winter in einen Ueberrok ver
puppen. Sie werden schon ungefähr den Quadratinhalt einer Knochen
baute wie der meinigen wissen; ich glaube vier Ellen brauch’ ich.

Vergeben Sie mir meine Bitte von so körperlichem Inhalt, und das
gute Schiksal mache Ihnen den Weg nach Hof sanfter, ebener und 108,15
leichter als es den Ihres Lebens gemacht hat. Ihr

Richter


* J 1: Morgenblatt, 17. Sept. 1828, Nr. 224. J 2: Nachlaß 5,246. B: IV. Abt. II, Nr. 53? 108 ,9 à] zu J 2
108 , 9 Bewer = beaver, Biber (Stoff); vgl. Bd. I, Nr. 10 und 29,13, 18 , 49, 12 .

Textgrundlage:

*158. An Emanuel. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 108 (Brieftext); 426 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Emanuel. Hof, 3. September 1795. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_158 >


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