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[ Hof, 13. Okt. 1795 ]
121,13
Die beiliegenden welken Blätter fielen von mir an Einem Tage ab,
wo der Herbst mich durch Herbstfieber an den menschlichen erinnerte.121,15
— wenn dieses ärmliche Kreiskontingent nicht unter Ihre bess[eren]
Truppen rangier[et]. Zwang, wenn einer, der keine Schranken an
nahm als die seiner Kräfte, sich in denen von kindlichen bewegen mus;
[es ist] schwerer, mit der Jugend schriftlich als mündlich zu reden —
wird noch ein kleiner Nachklang der Sphärenmusik des Sommers er121,20
reichen — in diesem fliehenden Zwischenraum. — Das Schiksal oder
Ihr Herz zeig’ Ihnen in diesem Novemberleben unten alle Blumen, die
neben den Schneeflocken blühen, und oben alle Sterne, die neben den
Wolken schimmern.

K: 13 Okt. Elrodt Bay[reuth]. 95. 121 , 16 ihre
Vgl. Nr. 155† und 172†. Richter lieferte für Ellrodts Kalender drei Aufsätze: „Die Taschenbibliothek“, „Die Neujahrsnacht eines verdorbenen Jünglings“ und „Der doppelte Schwur der Besserung“; die beiden letzten wurden in „Jean Pauls Briefen“ (1799) wiederabgedruckt (I. Abt., VII, 387—394).

Textgrundlage:

179. An Dr. Ellrodt in Bayreuth. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 121 (Brieftext); 430 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Theodor Christian Ellrodt. Hof, 13. Oktober 1795. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_179 >


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