Hinweis zur mobile-Version:
Bitte beachten Sie, dass Brieftexte und Kommentare auf Medium und Large Screen-Devices optimal dargestellt werden, während eine responsive Darstellung des Textes auf Small Screen-Devices durch die Beibehaltung des Zeilenumbruchs beeinträchtigt ist.



Eiligst
[ Hof, 1795? 1796? ]
140,34
Der arme Custine sizt bei mir und hat heute noch nicht gegessen. Er 140,35
bat mich um ein Paar Kronen. Wenn er weiter reiset, mus er die
Stiefel in Händen tragen, weil seine Füsse wund sind. Schikt mir141,1
etwas für ihn. Jezt schreib ich noch an Köhler, Stichert, Herold,
Wirth. Der arme, arme Teufel! Er sieht mir zu, wie ich schreibe. Er
hatte noch nicht gefrühstükt und sucht in der Dose die lezten Stäubgen
zusammen.141,5


H: Berlin JP. Auf der Rücks. von Jean Pauls Hand: Eigne Briefe und Tagebüch[er].
Es handelt sich vielleicht um einen Emigrierten. Stichert: Köhlers Schwiegersohn, s. Bd. I, zu Nr. 401.

Textgrundlage:

215. An Christian Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 140-141 (Brieftext); 437 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Hof, 1795 oder 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_215 >


Zum XML/TEI-file des Briefes