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[ Hof, 24. Sept. 1794 ]
22,25
Wenn es aussen hagelt und heult: so steigt die Seele verhült und
beschüzt in die Blumenwelt hinab, die vom Brustgitter umzogen wird,
und ruht sanft da, wenn der Sturm an das Geländer schlägt ... Es ist
schön: gerade die grösten Schäze — der Blik ins dämmernde 2te
Leben etc. — sind nicht in Bergwerke sondern in unsre Brust und22,30
vor unsre Augen gelegt; hingegen die Lumpereien liegen weit von
uns und werden mühsam erfischt. — Die Natur ist der Fusboden
des Unendlichen. — Es ist leichter, einem Armen als einem Be
mittelten zu helfen, einen Dienst zu thun als einen Tort zu ver
geben —22,35


K: An Roltsch d. 24 Sept. 94. i: Nachlaß 4,251. B: IV. Abt., II, Nr. 8. A: IV. Abt., II, Nr. 10.

Textgrundlage:

22. An Karl Chr. Rolsch in Schwarzenbach. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 22 (Brieftext); 398 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Carl Christian Rolsch (Roltsch). Hof, 24. September 1794. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_22 >


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