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[ Hof, 19. Jan. 1796 ]
144,2
Ich stand an, ob ich den so schönen Brief dir geben solte, weil ein
bange machendes Supra-Lob darin ist, das der innere ästhetische und
moralische Richter halb in Demüthigung verwandelt. — Die Musik144,5
schikst du mir mit dem Brief: sie ist vortreflich und der Text auch, dem
Plan nach, aber nicht überal der Kürze nach. Wegen meiner Bayreu-
th[er]
Reise köntest du mir wol die „zerstreuten Aufsäze“ heute lassen.

H: Berlin JP. Präsentat: den 19 Jan. 96.
Randvermerk Ottos: „beim Empfang des 3 Briefs v. Oerthel.“ zer streute Aufsätze: vielleicht Herders „Zerstreute Blätter“, von denen 1793 der 5. Band erschienen war.

Textgrundlage:

222. An Christian Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 144 (Brieftext); 438 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Hof, 19. Januar 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_222 >


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