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[ Hof, 18. Febr. 1796 ]
156,21
Hier ist deine Abhandlung wieder, der die disciplina arcani der alten
Kirche nicht nöthig war und an der es eben ein Fehler gewesen wäre,
wenn sie dem Emanuel weniger deutlich gewesen wäre. Besonders
durch die S. 2. — 7. — 10. — 13. — 17, 18, 19 — 24, 25 — (die156,25
Striche am Rand sind aber nicht von mir ausser wenn sie doppelt sind)
ich meine, durch den Werth derselben sind hundert Funken in mir auf
geflogen, die ich leider jezt nicht auffangen kan und an denen ich mir
etwas (bei mehr Musse) hätte anzünden können. Diese Abhandlung ist
kein Kontour, kein Schattenris, kein Kniestük, sondern ein ganzer156,30
Gipsabdruk von dir — d. h. es ist nicht ein Gedanke, sondern der
Geist darin, der Gedanken hat und giebt. — Eine Kleinigkeit:
gewöhne dich nicht wie Moriz ans „Gleichsam“. — Ich unterbrach
mich jezt mitten in einem sehr ungleichartigen Geschäft, um dir zu157,1
schreiben. —

Vergis meine Briefe nicht.

R.

Ich hoffe, ich habe dir 3 mal an 1 Tage etwas Liebes geschikt.157,5


H: Berlin JP. 2 S. 8°. Präsentat: Am 18 Febr. 1796. 156 , 28 an] aus aus
Es handelt sich um Ottos Brief an Emanuel.

Textgrundlage:

241. An Christian Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 156-157 (Brieftext); 442 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Hof, 18. Februar 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_241 >


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