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Hof d. 5 Jun. 1796 [Sonntag].
203,9
In acht Tagen, gnädige Frau, steh’ ich neben Ihrem Stuhl; das203,10
Schiksal zeigt spielend mir Weimar bald nah, bald fern, wie den
Polarbewohnern die Sonne, die jeden Tag nur die Morgenröthe um
12 Uhr schikt, aber nicht kömt, bis sie am Ende über dem weiten Pol
Schnee aufglänzt. Ich werde immer sehnsüchtiger, je länger es dauert.

[Ich lüge immer, wenn ich prophezeie, nicht mit dem Herzen203,15
sondern mit dem Kopfe.]

i: Denkw. 2,13. Anstelle des eingeklammerten Schlußsatzes, der bei Förster am Schluß von Nr. 317 steht, steht in i fälschlich der letzte Satz von Nr. 317.

Textgrundlage:

*328. An Charlotte von Kalb in Weimar. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 203 (Brieftext); 458 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Charlotte von Kalb. Hof, 5. Juni 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_328 >


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