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[ Hof, 5. Juli 1796 ]
220,26
Ich wolte, ich könte die eine Hand Ihnen, die andre ihr geben und
doch die 2 Arme noch so halten, daß sich darin meine theuere Pathe
wiegen könte — Ich fülte beide Hände mit geliebten Händgen. — Der
irdische Schöpfer, die irdische Schöpferin. Ziehe unbestürmt durch die220,30
frostigen Tage des Lebens — immer schwebe vor dir die Feuersäule der
Tugend voraus — der Genius der 2ten Welt nehme die Gestalt deiner
Mutter an und schmücke dich für jene auf einer Erde, die täglich 221,1
kothiger wird, und wenn deine Eltern dich und diese Kugel verlassen, so
tröste sie der Blik in dein verschön[ertes] Herz — ich stehe mit einem
langen Aukzionshammer unter den Lizitanten —

K (nach Nr. 338): Mazdorf 5 Jul. 96. A: IV. Abt., II, Nr. 123.
Vgl. 214,8f. Matzdorffs Frau, Henriette, war eine geb. Faber aus Magde burg (gest. 1846). Die am 4. Juni (oder Mai?) geborene Tochter, Johanna Karoline Pauline, heiratete einen Herrn von Foller und starb 1856. — Der Schluß bezieht sich vielleicht auf die Angebote, die Jean Paul von andern Verlegern gemacht wurden, s. 208,5ff. und 217,27. Vgl. noch J. Chr. K. Moritz an J. P., 27. Juli 1796 (Nr. 120): „... Hr. Matzdorff bringt mir die Nachricht, Sie hätten sich freundlich nach mir erkundigt und gefragt, warum ich nicht schriebe.“

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

351. An Matzdorff in Berlin. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 220-221 (Brieftext); 464 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Carl August Matzdorff. Hof, 5. Juli 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_351 >


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