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[ Hof, 31. Aug. 1796 ]
239,24
Ihr Brief war mir eine Hand, die aus dem langen dicken Gewitter239,25
der jezigen Zeit vol Blut und Schwefelregen hervorgeht wie die
Hand eines Engels und uns das stille Licht unbewölkter Tage zeigt.
Mitten aus der Modererde der frechsten fürstlichen [?] Unmoralität
wächst ein neuer Baum des Erkentnisses. Die Geschichte wird allein
unser Volksprediger und unser N. T. im kriechenden Jahrhundert 239,30
sein. — In Ihren Lebenshorizont werden sich nur Sonne und Mond,
Genus und Ruhe theilen. Ihre Fried[erike] kan dem Man das geben,
wovon sie den Namen hat — Seelenfriede. Bilden Sie Ihren
Friedensengel jezt: in der Ehe thut es ein Man darum nie, warum der
Vater leichter und lieber alle Kinder erzieht als seine.239,35


K (nach Nr. 392): Elrodt 31 Aug. 96. 239 , 28 fürstlichen] vielleicht fürchterlichen
239 , 32 Friederike: s. zu Nr. 129.

Textgrundlage:

394. An Dr. Ellrodt in Bayreuth. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 239 (Brieftext); 473 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Theodor Christian Ellrodt. Hof, 31. August 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_394 >


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