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[ Hof, 23. Sept. 1796 ]
246,29
Hier sind die Briefe ausser deinen [!], der mich bis zur Über246,30
raschung freuete, weil du in keinem noch so viel Wiz und Laune zu
sammengedrängt hast. Mir hast du (wenige kleine faux-pas aus247,1
genommen) mit dieser vortreflichen Forcerolle gewis ein zehnmal
grösseres Vergnügen gereicht als dem Emanuel, für dessen Gaumen
und Auge manches nicht sein konte. —

Dieses Blat sol noch ein Donazionsinstrument des Stockes sein,247,5
den ich heute drunten requirierte und den du schon hattest. Ich wil
künftig blos den hermannischen und du solst den richterschen tragen zu
einem Andenken, das nicht dich sondern mich an etwas erinnern sol; —
womit ich also besagten Stok dir und deinen Erben auf undenkliche
Zeiten schenke, legiere und testiere als Donatarius. d. 23 Sept. 96. —247,10

Oertels Brief an dich behielt ich, weil ihn Amöne sehen wil, wenn du
es verstattest.

H: Berlin JP. J: Nerrlich Nr. 23. 247 , 2 mit] davor gestr. darin und damit
247 , 7 Der Stock, den Jean Paul behielt, stammte von seinem verst. Jugendfreund Johann Bernhard Hermann; drunten: bei Herolds, vgl. zu Nr. 178.

Textgrundlage:

416. An Christian Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 246-247 (Brieftext); 477 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Hof, 23. September 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_416 >


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