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[ Hof, 24. (?) Sept. 1796 ]
247,14
Ihre Antwort, meine Amöne, brachte mir eine sanfte Ueber247,15
raschung mit. Ich feiere gerührt und gern das Friedensfest mit Ihnen.
An schönen Tagen drükt’ es oft tiefe Narben in mein Inneres, wenn
ich nicht zu mir sagen durfte, jezt liebst du alle Menschen. Es bleibe so
wie gestern und heute, Gute! — Oertel hat durch alles, was er in
seinem bereicherten Herzen mitnahm, nur gewonnen, nicht verloren.247,20
Otto wird Ihnen gerne seinen Brief mittheilen. Ihren Namen im
Briefe machte Oertel unkentlich, durch seine Brust giengen gestern
mehr als 2 — oder 3 Trennungen. Ueber Ihren Brief ist er vol
Seeligkeit, die ich ihm gönne, weil er sie verdient.

Ich werde Ihnen, wenn ich Zeit bekomme, seine noch ungelesenen247,25
Briefe und einige andere zusammensuchen. — In Ihrer Seele wohne
und glänze was jezt der Erde fehlt, Friede, Friede! Ich komme mit
Freuden.

Richter

N. S. Auch freute sich über Oertels Brief an Sie Otto. 247,30


J: Otto 4,242 (20. Nov. 1796). 247 , 17 drückt
Das Datum von J kann nicht stimmen, da der Brief offenbar gleich nach Oertels Besuch geschrieben wurde.

Textgrundlage:

*417. An Amöne Herold. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 247 (Brieftext); 477 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Amöne Herold. Hof, 24. September 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_417 >


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