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[ Bayreuth, Mitte Okt. 1796 ]
258,26
Ihre Freundin und Ihr Freund müssen es entschuldigen, daß ein
neuer an Sie schreibt. Ich fange schon im Herbst an, mir den Frühling,
der hinter einem ganzen Winter liegt, sehnend auszumalen. Ich gebe
dem Frühling ein Paar blühende Gärten und blau[e] W[olken?] dar258,30
über. Möge das Schiksal Ihre Lebenstage aus einem Frühling wählen
und möge das Gestirn Ihres Glüks [nicht] in der wechselnden Gestalt
des Monds sondern in der ungetheilten beständigen der Sonne über
Ihnen stehen.

K (nach Nr. 426): An Fr. v. Vars [!] Okt. [aus Se]
Die Adressatin, eine Freundin der Frau von Kropff und Ahlefeldts, wohl die 200,13 genannte schlesische Freundin, ist vermutlich eine Verwandte (Mutter?) des Schriftstellers Eugen Freiherrn von Vaerst (1792—1855), der später in Bayreuth das Gymnasium besuchte und in Jean Pauls Haus verkehrte; vgl. Abt. IV (Br. an J. P.), VII, Nr. 194, Persönl. Nr. 300. Ein Leutnant Vaerst diente 1796 im Regiment von Unruh in Bayreuth (Adreßbuch 1796, S. 448).

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

431. An Frau von Vaerst. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 258 (Brieftext); 479 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johanna Sophie von Vaerst. Bayreuth, Mitte Oktober 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_431 >


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