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[ Hof, 5. Dez. 1796 ]
278,14
Ihr Brief brachte mir Ihr Kanapee und eine unsrer Abendstunden278,15
dazu in meine Stube, einen Mai in den Dezember. Sie werden am
Einwohner einen grössern Jakobiner, der seinen innern Freistaat
sichert, finden als am Gast — daß ein armer Freund so reich ist wie
sein reicher, weil beide nur 1 Herz und 1 Kasse haben; aber ich glaube
auch, daß der Freund nur sein Brod, nicht sein Schaugericht theilen278,20
müsse und daß ich zwar Subsidiengelder in meinen Fasttagen aber
nicht zu meinen Freudenfesten fodern dürfe. — Erst im Titan spielet
meine biographische Truppe wieder auf dem kalten Montblanc der
vornehmen Welt.

K: Ostheim 5 Dec. i 1: Wahrheit 5,193. i 2: Denkw. 2,38. B: IV. Abt. II, Nr. 155. A: IV. Abt., II, Nr. 161?
Charlotte hatte geschrieben, wenn Richter nach Weimar komme, würden seine Freunde ihm Wohnung, Möbel, Essen besorgen und ihn nötigenfalls mit Geld unterstützen.

Textgrundlage:

477. An Charlotte von Kalb in Weimar. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 278 (Brieftext); 488 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Charlotte von Kalb. Hof, 5. Dezember 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_477 >


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