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[ Hof, 31. Dez. 1796? ]
285,2
... Ich sehe Sie heute noch und zwar vor dem Essen, um recht viel
mit Ihnen zu reden, auch hoffe ich Briefe mitzubringen, die Sie
erfreuen und Ihre betrübte Seele erquicken werden. Meine längsten285,5
Reden aber mit Ihnen erscheinen mir immer nur wie die kürzesten, so
wie meine längsten Briefe nur wie Billete.

O das alte Jahr gehe mit schönen Stunden der Liebe hinunter, und
das neue bringe neue und immer grössere hervor. Wir sind in keinem
mehr so oft beisammen: darum wollen wir die Zeit durch das Herz285,10
verlängern und uns inniger halten und lieben, je seltner wir uns
sehen ...

Ewig Ihr
Jean Paul


J: Otto 4,244 (31. Dez. 1796, mit Nr. 80a und 81 vermischt).

Textgrundlage:

*497. An Amöne Herold. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 285 (Brieftext); 490 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Amöne Herold. Hof, 31. Dezember 1796. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_497 >


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