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[ Hof, 20. Jan. 1797? ]
291,28
Sonst brachte mich jeder Ris, den das Schiksal in Ihre Seele
machte, sogleich versöhnt wieder zu Ihnen. Jezt da ich schon bei291,30
Ihnen bin, können Sie errathen, daß mich der Ris auch mit treffe.
Aber ich weis schon, auf einen solchen Sternenhimmel vol Sphären
musik der Liebe in Ihrer Brust werden vom Verhängnis allemal
Stürme geschikt.

Ich erwarte Sie bang und froh: ich müste Sie ohnehin vorher292,1
sprechen, eh’ ich Ihren H. Vater spreche. Bleiben Sie leidend; das ist
das beste Mittel, daß Sie nicht ganz leiden. Adieu Geplagt und Geliebte!

Richter


H: Kunst- u. Altertümersammlung der Veste Coburg. ½ S. 4° (undatiert, vielleicht nur Schluß eines Briefs) J: Otto 4,246 (20. Jan. 1797) als Anfang von Nr. 444.
Vgl. 248 , 26–29 .

Textgrundlage:

514. An Amöne Herold. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 291-292 (Brieftext); 494 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Amöne Herold. Hof, 20. Januar 1797. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_514 >


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