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[ Hof, 13. Febr. 1797 ]
299,11
Anklang der Sexte (6 te Sin) er ist der einzige Feind, den seine
Niederlagen — stärken. In der frühern Mai Jugend vor dem ersten
Ideal des schmachtenden Herzens besudelt keine Sinlichkeit den seeligen
Traum — dan verfliegen die Ideale — die Sinlichkeit trift ihre an —299,15
später schlafen wir hin ohne den theuern Traum der ersten Liebe. Jene
Magie ist durchstrichen. Der Teufel verdient kein Manifest. Sondere
dein Ich von dem Postament des Ichs ab. Den Körper bestreite mit
Körpern. Nichts leidet bei meinem Schreiben als mein Briefwechsel
und meine Handschrift, da meine Gansfeder nun fliegen mus als stekte299,20
sie im alten Ort.

K: Oertel 13 Febr. B: IV. Abt., II, Nr. 171.
Oertel hatte sich in B leidenschaftlich angeklagt, daß er seine Braut sinnlich liebe! Vgl. 287 , 26–34 .

Textgrundlage:

531. An Friedrich von Oertel in Leipzig. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 299 (Brieftext); 496 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Friedrich Benedikt von Oertel. Hof, 13. Februar 1797. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_531 >


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