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Hof d. 2. Apr. 97. [12. Mai 1797.]
332,21
Verehrungswürdige,r

Dieses Blätgen lag unter meinen Papieren: ich wil an das lange
Wort ein’r machen, so taugt es noch. — Vergeben Sie daß ich Ihren
Namen zum Couvert des Völd[erndorfischen] Briefes brauchte. Er 332,25
betrift den ausserhäuslichen Arrest Herolds, den ich in einen Haus-
arrest verkehren wil. Ich bitte Sie um die schleunigste Abgabe des
Briefes. Der Brief wird Völderndorf frappieren und doch freuen. Ich
wolte, er lies Sie ihn lesen: ich appelliere darin von Voelderndorf
an — Voelderndorf. 332,30

Noch hatt’ ich nicht Zeit, Renate zu besuchen: gestern besuchten
mich in meinem neuen Glanz-Logis und Observatorium Christian,
Friderike, Amöne, Karoline. Mein Sommerrok sezt die Welt in 333,1
Erstaunen; für Neid darf ich nicht sorgen.

Leben Sie wohl, Unvergeslicher, dem ich so viel „schulde“ und der
nichts „buchet“.

Richter
333,5

H: SBa. 1 ¾ S. 8°. 332 , 26 den ausserhäuslichen Arrest] aus die Strafe 28 Ich bis 30 Voelderndorf.] nachtr. 32 Christian] aus Otto

Textgrundlage:

610. An Emanuel. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 332-333 (Brieftext); 510 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Emanuel. Hof, 2. April 97. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_610 >


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