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[ Hof, 7. Juni 1797 ]
339,20
[Hier sende ich Ihnen, gute Charlotte, den Beweis der Unsterblich-
keit und das Bild eines Sterblichen. Möge das Schiksal dem Bilde,
das sich Ihr Herz von mir entwirft, eine grössere Aehnlichkeit lassen
als das gezeichnete hier darstelt. Ihr Stilschweigen schmerzt mich,
dieselbe Festigkeit, womit ich zuweilen Ihren Wünschen und meinen339,25
widerspreche, giebt auch meiner Hochachtung und meiner Freundschaft
für Sie eine Ewigkeit. Sein Sie künftig wie Sie wollen, ich ändere
mich nie gegen Sie. Schweigen Sie fort, ich komme doch, wenn es das
Verhängnis erlaubt] und suche in Ihren schönen Augen die schönste
Gegenwart — und wenn Sie diese versagen — die schönste Vergangen339,30
heit. — Jeder Tropfe in meinen Augen gehört Ihrem geliebten Herzen.

K (nach Nr. 634): Ostheim 7 Jun. i (nicht nach K): Denkw. 2,47 (30. Aug. 1797). A: IV. Abt., II, Nr. 206? 339 , 31 Jeder bis Herzen.] fehlt i
Mit Übersendung des Kampanerthals und des Kupferstichs von Pfen ninger; vgl. die Nachschrift des folgenden Briefs und Nr. 641. Charlottens Urteil über das Kampanerthal findet sich in einem Brief vom 29. Juni (1797) an Böttiger, abgedr. bei J. L. Klarmann, „Geschichte der Familie von Kalb auf Kalbsrieth“, Erlangen 1902, S. 486.

Textgrundlage:

(*) 633. An Charlotte von Kalb in Kalbsrieth. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 339 (Brieftext); 513 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Charlotte von Kalb. Hof, 7. Juni 1797. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_633 >


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