Edition Briefe von Jean Paul Korrespondenz

Von Jean Paul an Luise Henriette von Schuckmann. Hof, 21. Juni 1797.

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[ Hof, 21. Juni 1797 ]
345,13

Ob gleich Ihre Unsichtbarkeit dieselbe ist, ob sie von 6 oder von
40 Meilen entstehe, so wirkt doch die lezt[ere] am meisten. — Sie345,15
machen zu oft aus dem bas relief des Bösen ein haut relief. Sie ver
kennen zu oft, um nicht verkant zu werden, und wurden zu oft ver
kant, um nicht zu verkennen. Ihr Schiksal widersprach Ihrem Werthe
zu oft.

Zitierhinweis

Von Jean Paul an Luise Henriette von Schuckmann. Hof, 21. Juni 1797. In: Digitale Neuausgabe der Briefe von Jean Paul in der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), überarbeitet von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018). In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. Herausgegeben im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018–). URL: http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_649


XML/TEI-Dokument

Textgrundlage
D: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958. Briefnr.: 650. Seite(n): 345 (Brieftext) und 515 (Kommentar). Konkordanzen Druck-Digitale Edition

Kommentar (der gedruckten Ausgabe)
Siglen

K: Die Schukman 21 Jun. i: Denkw. 3,22. B: IV. Abt., II, Nr. 202. A 1: IV. Abt., II, Nr. 213. A 2: IV. Abt., II, Nr. 224.

Henriette war über Dresden nach Mölln (Meckl.) zu ihrem sterbendenVater gereist. In B bittet sie, „die einsame Henriette“ nicht zu vergessen,und kündigt ihm in wenig freundlichen Worten den bevorstehendenBesuch der Frau von Berlepsch an. In A 1 dankt sie ihm für seinen „zurBesserung aufmunternden Tadel“; „wie meinen Sie, daß es meine eigne,und wie, daß es fremde Schuld ist, daß meine Seele zu einsam ist? Etwadaß ich nicht geheirathet bin [!] ? Lieber, das kann mir nicht reuen ...Wollen Sie Hof verlassen? ... Nach welchen [!] Ort in Sachsen?“ Vgl.noch A 2: „Warum sollten die Holzschnitte und der Jubelsenior nicht fürmeine Wünsche sein? Ist etwa ersteres für mich zu humoristisch, und sollteich in letzterm an dem Frl. v. Sackenbach mich stoßen? ...“