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[ Hof, 12. Febr. 1795? ]
53,17
Dieses Anteskript — stat Postskript — vor mehr Briefen als dir
Wernlein jemals schicken wird, sol dich, wegen meiner Sesselschuld, um
8 rtl. auf abends bitten. —53,20

Bei Zeheleins fliegenden Briefen hab’ ich mich über vielerlei ge-
wundert — daß er manche geschrieben — daß sie nun in der Stadt
herumflattern (denn ich führe sie nun wie einen werthen Gast bei allen
Leuten herum) — daß ich sie in die Hände bekommen — und daß die
Dichter so tolle Leute sind. Ich meines Orts thue die Hände zusammen53,25
und sage: „ich danke dir Gott daß ich nicht bin wie andere Leute“ —
und sehe die Dichter an.

Abends gehst du, wie ich von Amöne höre, zu Rentsch — ich hole
also dich und die Briefschaften ab.

H: Berlin JP. J: Otto 1,251× (12. Febr. 1795). 53 , 19 jemals] aus je 23 führe] aus schicke
Die Datierung von J (worauf gestützt?) dürfte stimmen, vgl. 46,25. 53,21 Justus Friedrich Zehelein (1760—1802), Verfasser von „Vermisch ten Gedichten“ (Bayreuth 1790), lebte damals als Justizbeamter in Neu stadt am Kulm (Fikenscher); vgl. Karl Freye, „Jean Pauls Flegeljahre“, Berlin 1907, S. 58. 28 Rentsch: s. zu Nr. 35.

Textgrundlage:

65. An Christian Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 53 (Brieftext); 406 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Hof, 12. Februar 1795. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_65 >


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