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Hof. d. 13 Aug. 97.
361,24
Billetgen. 361,25
Lieber Emanuel! Otto wird Ihnen viele Briefe an mich stat eines
einzigen von mir übergeben. Sie scheinen immer mehr für Ihre Ge
danken, wie Lykurg und die Zelten für die Geseze, den Grundsaz
anzunehmen, daß sie nur mündlich, nicht schriftlich vorgetragen werden
dürfen. Sie geben leichter einen Ring als einen Brief. Jezt haben Sie361,30
Ihre Entschuldigung in der Freude — und ich wünsche, daß Sie immer
diese Entschuldigung haben. Leben Sie wohl!

Richter

Leere Seiten wie die benachbarte schneid’ ich immer von den Briefen
ab, die ich bekomme, aber nicht von denen, die ich schreibe.361,35


H: SBa. 2 S. 8°. K (nach Nr. 679): Emanuel 13. J: Denkw. 1,67 (13. Juli 1797). Vermerk Emanuels auf H: beantw. am 25ten. (nicht erhalten) 361 , 32 diese] aus eine
361 , 31 Freude: über Ottos Besuch, vgl. 363 , 15 .

Textgrundlage:

678. An Emanuel. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 361 (Brieftext); 521 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Emanuel. Hof, 13. August 97. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_678 >


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