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[ Hof, 25. Sept. 1797 ]
376,2
Festtag (Geburtstag) oder die Festminute im kurzen Tag des Lebens.
Jedes Jahr war ein neuer Schrit an unser Herz und jezt sind wir in
ewiger Freundschaft beisammen. Wenn ich weit von Ihnen lebe und376,5
wenn dieser Schalttag im Werkeltageleben für Sie wiederkomt: so
wil ich ihn einsam aber warm mit feiern und unter dem grossen
Himmel und die, blos von der Erde nicht gehörten Wünsche für Sie
thun und, indem ich nach Ihrer Gegend sehe, denken: „sie sei so froh
wie das vorige lezte mal — sie verliere keine Seele, die sie liebte —376,10
zwischen ihren Geburtstagen wachsen Blumen auf und nichts mehr —
ihr Schiksal sei so sanft wie ihr Herz und ihr Himmel so blau wie das
Auge, das er rührt. Und ich müsse sie recht glüklich wiedersehen, wenn
ich sie wiederfinde.“ Ich komme ja schon jezt zu Ihnen; und thue früher
meinen herzlichen Wunsch. —376,15


K (nach Nr. 698): Friederike 25 Sept. i: Wahrheit 5,265×. 376 , 7 ihn] Ihnen
Zu ihrem Geburtstag (25. Sept.).

Textgrundlage:

705. An Friederike Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 376 (Brieftext); 527 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Friederike Otto. Hof, 25. September 1797. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_705 >


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