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[ Hof, 4. Okt. 1797 ]
378,7
Rekt[or] etc. Ragusa. Deine Verzögerung macht meiner ein Ende.
Dieses Buch, das ich nur wie eine öffentliche Bibliothek durchlaufen
wil, die man nicht durchlieset sondern nachschlägt. So oft du zu Bette378,10
gehst, so denke ausser ans Sterben und Heirathen an meine Betüber
züge. Bleib froh in deinem Lararium und Lustschlos nicht so wohl als
Luststübgen. N. S. Ich bitte dich um die 3 Bücher. 2. N. S. Ich
wiederhole meine vorige Bitte. 3. N. S. Und thu es bald. 4. N. S.
Hörst du? P. S. Gerade so würde eine Frau einen mündlichen Auf378,15
trag geben.

K: Seifert 4 Okt.
Johann Christoph Seifert, damals Rektor der Schule in Münchberg (Adreßbuch 1796, S. 415), geb. 4. Okt. 1762 als zweiter Sohn des Pfarrers Joh. Wolfg. S. in Marktleuthen (der ältere Bruder bei Weißmann Nr. 7234), 1792 Pfarrer in Münchberg, später (1810) in Bindlach, 7. Dez. 1802 verh. mit einer Tochter des Bayreuther Konsistorialrats Kapp, gest. 3. Jan. 1828, nennt sich in einem der beiden von ihm erhaltenen Briefe an Jean Paul einen alten Jugendfreund und verspricht die bestellten Bettüber züge zu liefern. — Das Regiment des Rektors in Ragusa dauerte nur 1 Monat, s. I. Abt., VI, 457,9. 378,15f. Vgl. I. Abt., VI, 168,21–24 (Lenette).

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

708. An Rektor Seifert in Münchberg. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 378 (Brieftext); 528 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johann Christoph Seifert. Hof, 4. Oktober 1797. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_708 >


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