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[ Hof, 1797 ]
381,18
Meine Phantasie hat ihre Gestalt an der Hand durch Schatten
thäler und Alleen neben Bächen geführt — der geistige Arbeitsbeutel381,20
(Schreibtafel) — mich schmerzet Ihr Schmerz — ich möchte ein
kleines [?] Jahr mit der schönsten Abendröthe schliessen — ein Traum
aus dem Frühling bringe Ihnen den Frühling — Ich wünsche Ihnen
zu dem blauen äussern Himmel einen blauen innern und ich wil in
diesem als Drache oder als lange Lufterscheinung herumfahren — Die381,25
Freude helf’ ihr das Leben tragen, wo es zu hart aufliegt, und lass’ ihr
nur soviel Sehnen als zum Hoffen nöthig ist. — Der Regen kan mir
heute nichts nehmen als den Himmel. — Der Wiederschein dieses Tags
liegt auf allen meinen Gedanken.

K: Carol. Es handelt sich offenbar um eine Sammelkopie älterer Briefe und Billette, vgl. Nr. 712†. Einige davon, die sich aussondern und annähernd datieren ließen, sind bereits früher abgedruckt: Nr. 629 steht nach 381 , 25 herumfahren —, Nr. 658 nach 28 Himmel —, Nr. 699 am Schluß.

Textgrundlage:

717. An Karoline Herold. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 381 (Brieftext); 530 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Amöne Herold und Caroline Liebmann. Hof, 1797. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_717 >


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