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[ Hof ] Sonabends 28 Okt. 97.
386,22
Meine ewige Freundin!

Wir haben uns nicht mehr gesehen. Mein Leben ist hier geschlossen,
aber meine Liebe nicht. Du theuere Seele, ich wil dich künftig wärmer386,25
lieben. Die ewig blühenden Tage unsers Zusammenlebens vergehen
nur mit dem Herzen, das sie erschuf und genos. Sage mir künftig alle
deine Freuden und alle deine Wunden und mache mir es leichter, mich
für die stumme Flucht zu trösten, die mir meine Qualen des Scheidens
abzwangen. Und auch du mein guter Christoph lebe glüklich und liebe386,30
mich fort und vergieb mir, wo ich dich kränkte. Lebt wohl! ihr Ge
liebten mit euern Kindern!

Richter

H: ehem. Ernst Heimeran, München. 1 ½ S. 8°. J: Täglichsbeck S. 96. 386 , 29 für die] aus mit der
386 , 32 Kinder: Renate war seit 12. Okt. 1797 Mutter einer zweiten Tochter.

Textgrundlage:

734. An Renate und Christoph Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 2. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1958.

Seite(n): 386 (Brieftext); 532 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christoph Otto und Renate Wirth. Hof, 28. Oktober 1797. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=II_734 >


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