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[ Meiningen, 6. Dez. 1801 ]
122,9
Je älter und fester man wird, desto weniger spricht sich das Herz122,10
durch den brieflichen Hauch aus, der zur Schneeflocke wird unterwegs.
Man wil den geliebten Menschen an der Hand, nicht an den Schreibe
fingern haben. — weil die Ehe den Werth der Wärme moralischer
wiegt, indes sie die Seele vor neuen Freundschaften verspert. —
ein Folio- und Bilder-Young — Sara sol sich vorher in mich ver- 122,15
lieben, damit ich, wenn ich komme, die Liebe gleich fertig finde und nur
zuzulangen brauche — Er. Ein Münzkabinet ist eine Medaille für
Sie — Für meinen Parnas bin ich ein arbeitsamer Blumist und
Gärtner. Ich bin der Alte für Alte.

K: Schlichtegrol 6 Dec. i: Denkw. 3,89×. B: IV. Abt., IV, Nr. 191. A: IV. Abt., IV, Nr. 218.
Durch den Regierungsrat Geißler bestellt, der B überbracht hatte, worin Schlichtegroll sich entschuldigte, daß er das junge Paar noch nicht be- sucht habe. 122,15 Young: s. Nr. 211†; Schlichtegroll hatte geschrieben, der Erbprinz sei sehr erfreut über Jean Pauls Brief. Sara: eine Tochter Schlichtegrolls. 17 Schlichtegroll hatte in Altenburg Münzen gekauft.

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

217. An Auguste und Friedrich Schlichtegroll. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 4. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1960.

Seite(n): 122 (Brieftext); 364-365 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Auguste Schlichtegroll und Adolf Heinrich Friedrich (ab 1808) von Schlichtegroll. Meiningen, 6. Dezember 1801. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=IV_217 >


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