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Koburg d. 30. Jul. 1803 [Sonnabend].
231,31
Den herzlichsten Dank für Ihr Denken an Ihren Freund! Es sol
mir mit Ihnen nicht wie mit dem Herzoge gehen, sondern ich komme
Montags früh. Ich käme schon Morgen, wenn ich nicht dem Minister232,1
Kretschman entgegenführe mit seiner Frau, den ich jezt so achte, als
wäre ich — nicht sowohl seine Kreatur, sondern gar — sein Kreator.
Pferde auf eine blosse Stunde weit braucht bei mir niemand als
Emma. Ich freue mich innigst, Sie Montags so lange zu sehen als 232,5
die Sonne, und dan, wie diese, heimzugehen.

Gott geb’ uns aber etwas zu trinken in Neuhof, sowohl Vor- als
Nachmittags.

Meinen Grus an Ihre Schöne, was nur bei einem Ehemanne
wie Sie zugleich einen wahren und einen unschuldigen Sin hat. Wir232,10
freuen uns beide zu kommen

Ihr
1) Richter
und
2) dessen Spiz.
232,15


H: DLA, Marbach, ehem. Kat. 559 Stargardt (Nov. 1962). K: s. zu Nr. 396. *J: wie zu Nr. 383. 232 , 2 achte] so K, dachte J 3 sondern] als K Kreator] so K, Creator J 4 Niemand J
Vgl. Nr. 339†. 232,7 Neuhof: Donops Gut bei Koburg.

Textgrundlage:

*397. An Regierungsrat von Donop in Neuhof. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 4. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1960.

Seite(n): 231-232 (Brieftext); 404 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Georg Karl Wilhelm Freiherr von Donop. Coburg, 30. Juli 1803. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=IV_397 >


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