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Lieber Örthel,
170,28
Hier schikk’ ich dir einen vortreflichen Roman: und so wil ich dir alzeit
die guten Bücher vom Maier abliefern, die du ihm dan wieder zurük- 170,30
geben kanst. Du bekomst zuweilen manche gute nicht, weil schon der
Name deines H. Vaters darinnen [?] steht, der sie vor deiner Ankunft
las.

Der Zufal scheinet dich nachzuahmen, da er schon zweimal die
Verfügung traf, daß ich dich nicht bei mir sah. — Wenn ich Stiefeln 170,35

haben werde, die unentbehrlich sind, ein rechtschaffener Mensch mag 171,1
sich nun bewegen oder zeigen wollen und die ich sowenig wie der
Paradiesvogel die Füsse entrathen kan — so komm’ ich. Lebe wol.

Hof den 9 Aug. 1785.
Richter
Der iunge Brükner ist da. 171,5



H: Berlin JP. 1 S. quer 4°; auf der Rücks. Adr.: An Herrn Herrn Adam von Örthel in Töpen. J 1: Wahrheit 3,413×. J 2: Nachlaß 2,318×. 170 , 35 Stiefeln] aus Stiefel
171 , 5 Brückner: s. 145 , 4 †.

Textgrundlage:

111. An Oerthel in Töpen. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 170-171 (Brieftext); 464 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johann Adam Lorenz von Oerthel. Hof, 9. August 1785. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_111 >


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