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[ Hof, 22. Dez. 1785 ]
183,26
Ich wolte, Sie wären nicht so schnel in den Karmeliterorden ge-
treten und hätten das Gelübde des Stilschweigens nicht gethan:
blos meinetwegen wäre es zu wünschen. Ich würde dan etwas vom
Schiksale der Mixturen erfahren und wissen, ob Sie mich nicht aus dem 183,30
Hause und Gedächtnis zugleich verloren. Aber so? — Was mich hin
gegen anlangt, so red’ ich sehr und bin daher wirklich im Stande, Ihnen
zu sagen, daß ich so wol Sie als das Vergnügen nicht vergessen habe,
das ich alzeit bei Ihnen — die wenigen Stunden ausgenommen, wo
ein kleiner Maifrost in unsere Freundschaft einfiel — genossen habe, 184,1
daß ich Ihnen unter Ihrem guten Herzen einen eben so guten Magen
auf d[en] hypochond[rischen] Wint[er] und eben so vergnügte Feiertage
wünsche, als Ihre Kinder haben werden und daß ich Ihrer schönen
Gattin Sie wünsche. In der Hofnung, daß Sie erst im Noviziate [des] 184,5
h. Karmeliterordens sein werden, etc.

K: An Aktuar Vogel den 22 Dez. A: IV. Abt., I, Nr. 44.
Vogel teilte in A mit, man sei auf die von dem Buchhändler (Lübeck) gemachten Bedingungen für die „Mixturen“ eingegangen in der Hoffnung, daß auch Richter damit zufrieden sein werde, da er ja schon vorher alles genehmigt habe, und bat um strenge Wahrung des Autorschaftsgeheim nisses; vgl. 199,7f.

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

130. An Aktuar Vogel in Schwarzenbach. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 183-184 (Brieftext); 468 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johann Wilhelm Vogel. Hof, 22. Dezember 1785. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_130 >


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