Hinweis zur mobile-Version:
Bitte beachten Sie, dass Brieftexte und Kommentare auf Medium und Large Screen-Devices optimal dargestellt werden, während eine responsive Darstellung des Textes auf Small Screen-Devices durch die Beibehaltung des Zeilenumbruchs beeinträchtigt ist.



[ Hof, 22. Dez. 1785 ]
184,8
Ich habe Sie anfänglich, da ich Sie am Ende des Briefes um etwas
zu bitten habe, im Eintritte desselben sehr loben wollen. In der That184,10
wär’ es mir ein sehr grosser Gefallen gewesen, wenn ich Ihnen hier eine
lange Ehrensäule hätte sezen dürfen; allein an — Briefpapier fehlts
dazu. Auch ist es der beinahe algemeine Fehler aller Personen, die
Lob verdienen, daß sie keines begehren. Dazu komt noch, daß ich
gegessen habe und mithin, wenn ich nicht meinem eignen Magen feind 184,15
sein wil, nicht so sehr meinen Kopf anstrengen darf, um Ihnen etwan
mit einigem Wize die Bitte vorzutragen etc....Nur wenn Sie hoffen
durch die Abschlagung dieser Bitte mich vom Vorsaze abzubringen, Sie
zu besuchen: so werd’ ich Ihnen diese Hofnung ganz zu Schanden
machen und ich mus Sie, da ich so viel von Ihnen gehöret habe, selbst 184,20
zum zweitenmale hören.

K: An H. Wagner den 22. 184 , 18 durch] davor mich
Hermann schreibt am 6. Januar 1786 an Albrecht Otto, der Kaufmann Wagner habe ihm einen Louisdor geschickt (Schreinert S. 54 u. 57). Es gab einen solchen in Hof und in Schwarzenbach. Wahrscheinlich Bitte um Bücher, vgl. 198,13 und Nr. 316†.

Textgrundlage:

131. An Wagner. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 184 (Brieftext); 468 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Wagner. Hof, 22. Dezember 1785. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_131 >


Zum XML/TEI-file des Briefes