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[ Hof, Anfang Febr. 1786 ]
195,27
[Ew. Gnaden] werden es nicht ungnädig nehmen, daß ich so frey bin,
an Dieselben zu schreiben, ob ich gleich nicht sollte, da Dieselben neu
lich so gnädig gegen mich waren und mir ein so grosses Geschenk 195,30
machten, allein mich bringet meine Noth dazu, die immer grösser wird,
da ich zur Lichtmeszeit iezt soviel auszugeben habe und mir nicht helfen
kan. Ach gnädige Frau ich thäte es warlich nicht, wenn ich iezt anders
könte und wäre nicht so frey, ich bitte Ew. Gnaden nämlich unterthänig 196,1
nur auf ein Monath um 15 fl., aber ich hoffe, daß Dieselben einer
Wittwe diese Bitte nicht abschlagen werden, die in einer so grossen
Noth ist, besonders da mein Gnadengehalt von Bayreuth immer
länger ausbleibt und ich mich darauf verlassen, ich verharre stets 196,5


K (Konzept): Berlin JP. 1 S.; auf der Rücks. eine kleine Satire, über schrieben: Den 11 Febr. 86. 195 , 29 Dieselben2] aus Ew. Gnaden 196 , 2 f. einer Wittwe diese] aus mir meine
Die Adressatin ergibt sich aus Nr. 128 u. 140. 196,4 Gnadengehalt: vgl. Nr. 186.

Textgrundlage:

146. An Frau von Reitzenstein, geb. von Plotho. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 195-196 (Brieftext); 472 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Eleonore Louise Reitzenstein (Reizenstein). Hof, Anfang Februar 1786. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_146 >


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