Hinweis zur mobile-Version:
Bitte beachten Sie, dass Brieftexte und Kommentare auf Medium und Large Screen-Devices optimal dargestellt werden, während eine responsive Darstellung des Textes auf Small Screen-Devices durch die Beibehaltung des Zeilenumbruchs beeinträchtigt ist.



[ Hof, 15. März 1786 ]
204,16
Diese Handschrift wird Sie daran erinnern, daß Sie 2 mal gütig
gegen mich gewesen. Sie wollen es das drittemal nicht mehr sein. Ich
wolte, ich hätte Unrecht. Ich habe den 3 Theil aus dem Nichts heraus-
gezogen; iezt müssen Sie ihn aus dem Pulte ziehen. Oder wie? wollen 204,20
Sie ihn in seinem Raupenstande lassen und seiner Entpuppung nicht
mit einem Finger nachhelfen. Der Mensch besteht aus 3 Theilen, dem
Leib, Seele und Geist; die ersten zwei — ein Buch ist ein wahrer
Mensch und ein Abkömling desselben — hat es, den lezten hab’ ich
geschaffen. Die Duplik schien Ihnen verunglükt zu sein; vielleicht ist 204,25
die Triplik glüklicher. Nicht blos, weil ich die poetische Maske ab
geworfen und mich mehr um Deutlichkeit bekümmert habe, etc.

K: An Voß den 15 März.
Der 3. Teil der Grönländischen Prozesse, der ungedruckt blieb, sollte wohl hauptsächlich die Fortsetzung der „Bittschrift aller deutschen Satiriker“ enthalten; vgl. Nr. 54.

Erwähnungen im Kommentar:

Werke Jean Pauls

Textgrundlage:

158. An Buchhändler Voß in Berlin. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 204 (Brieftext); 475 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Christian Friedrich Voß. Hof, 15. März 1786. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_158 >


Zum XML/TEI-file des Briefes