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p. p.

Wahrscheinlich erhielten Euer Wohlgebohren vor ungefähr andert
halb Monaten den Aufsaz „Wahnsinnige Sprünge, wodurch ich den
Leser und mich einzuschläfern etc.“; er wolte dadurch in den t. Merkur 210,5
hinein und war, wie ich glaube, völlig darauf aus. Da es ihm mis
gelungen: so bitte ich Sie um Verzeihung für diese Absicht, und um die
Zurüksendung des unbedeutenden Papiers.

Lieber Himmel! warum müssen doch folgende zwei Dinge in der
That sein? und war es denn auf gar keine Weise anders zu machen?210,10
Ich meine, warum mus ein Man, der keine Schmeicheleien mehr
besorgen darf, mit einem elenden Fracht- und Avisozettel behelligt
werden? Und zweitens, warum bin ich nicht unglaublich viel mehr?
Ich dürfte dan meinem Herzen Luft machen und hätte den Muth, zu
bewundern. 210,15

Hof den 15. Mai 1786.
J. P. F. Richter



[Adr.] An den Herrn Herausgeber des teutschen Merkurs in
Weimar. Frei.

H: Germ. Museum, Nürnberg. 1 S. 4°; auf der 4. S. Adresse und dazu von fremder Hand: An dem [!] Herrn Hofrath Wieland wohlgeboren abzugeben. (Bei liegend eine alte Abschrift von fremder Hand aus Böttigers Besitz.) K: An Wieland den 16 [!] Mai. i: Wahrheit 4,70. 210 , 5 t.] d. K 10 That] Welt K 14 Ich dürfte] Denn ich könnte K

Textgrundlage:

169. An Wieland. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 210 (Brieftext); 477 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christoph Martin Wieland. Hof, 15. Mai 1786. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_169 >


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