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[ Hof, vor 25. Juli 1786 ]
217,31
Hoch Edelgebohrner
Insonders hochzuverehrender Herr Schwager,

Schon längst hätte ich Ew. Hoch Edelgeb. den gehorsamsten Dank für
die Gütigkeiten sagen sollen, die mein Sohn bey Denenselben genossen 217,35

und für die reichen Geschenke, die Sie ihm gaben. Ich wünschte, ich 218,1
hätte das Vergnügen, Ihnen einmal bey mir zu sehen, um so vortref
lichen Freunden Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Die andere
Ursache, warum ich Dieselben mit diesem Briefe belästige, ist, ich muß
die künftige Woche ausziehen und habe viel Haußzinß zu bezahlen und 218,5
noch mehr Ausgaben und weiß mir gar nicht zu helfen. Aber werden
Dieselben nicht die Güte haben, mir zu helfen und mir nur 10 fl. dazu
bis auf 4 Wochen, wenns nicht länger seyn könte, vorzustrekken? Ich
bitte meinen Herrn Schwager als einen so großen Freund von
meinem Manne, mich dessen Wittwe nicht in dieser Noth zu lassen. 218,10
Und Gott [ Schluß fehlt ]

K (Konzept): SBB, Nachlass Jean Paul, Fasz. 12b, auf der letzten Seite eines Quarthefts mit der Aufschrift „Laune“. 218 , 4 muß] aus mus 9 großen] aus grossen 10 Manne] aus Vater

Textgrundlage:

180. An Stadtsyndikus Ruß in Wunsiedel. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 217-218 (Brieftext); 479 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johann Ruß (Rust). Hof, vor dem 25. Juli 1786. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_180 >


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