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Wenn du am Mitwoche nicht kommest: so sei doch so gut und gebe 221,18
mir auf meinen Brief eine geschriebene Antwort; sie kan — damit
ich dir ieden Vorwand des Stilschweigens abschneide — in ein 221,20
blosses Ja oder Nein ganz wol zusammengepresset werden. Ich wolte
eine mündliche schon am vorigen Sonabende selber abholen, wenn
mich nicht Otto am Freitage hinuntergezogen hätte. Denn da sich
nach deinem Ja oder Nein meine schwerern Beschäftigungen richten
müssen: so behalte ich, solange ich keines von beiden noch habe, immer221,25
einen Vorwand, mich ienen zu entziehen; allein das sol nicht sein und
ich mag meinen Kaffee nicht ohne wahren Nuzen vertrinken. Lebe
recht wol.

Hof am Montage Sept. 86.
Richter



H: Berlin JP. 1 S. 4°; auf der 4. S. Adresse wie zu Nr. 143. J: Wahrheit 4,77 (7. Sept.).
Bald nach diesem Brief ist Oerthel — nach Ottos Angabe in Jean Pauls Armen (Wahrheit 3,60) — gestorben, vermutlich an der Schwindsucht. Die folgende vierteljährige Pause in Richters Briefwechsel zeugt von der Erschütterung, die ihm das Ereignis verursachte.

Erwähnungen im Kommentar:

Personen

Textgrundlage:

185. An Oerthel in Töpen. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 221 (Brieftext); 480 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johann Adam Lorenz von Oerthel. Hof, September 1786. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_185 >


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