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[ Töpen, 12. Sept. 1787 ]
230,18
Ich schikke dir hier mein Manifest, bei dessen Durchlesung alle
Menschen bedenken solten, daß ich darin ex concessis und ad homi230,20
nem,
ia ad pastorem streiten müssen. Hingegen zerfiel’ ich mit dir und
rükt’ ich gegen dich mit einer schriftlichen Kriegserklärung aus: so
bin ichs gern geständig, daß ich soviel Wiz und Laune hineinbrächte,
daß ein zweiter Anquetil weder nach Wind noch Wetter fragte
sondern die Reise völlig unternähme, um nur das Pap[ier] zu sehen 230,25
und zu kopiren. So aber händige ich dir nichts ein als was auf dem
Miste meiner Stube neben andern Schwämmen [?] aufgesprossen.

K: An Otto den 12 Sept.
Mit Übersendung von Nr. 197. 230,24 Abr. Hyazinthe Anquetil- Duperron (1731—1805), der Übersetzer des Zend-Avesta (1771), war 1754 nach Indien gereist, um die heiligen Bücher der Parsen zu entdecken.

Textgrundlage:

199. An Christian Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 230 (Brieftext); 484 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Töpen bei Hof, 12. September 1787. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_199 >


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