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[ Hof, 4. April 1782 ]

Die bevorstehende Messe wird Ihnen wenige Zeit erlauben, lange
Briefe zu lesen; ich wil also den meinigen kurz machen. Ich glaube
nicht, daß dieses Manuskript, das [ich] Ihnen hier zum Verlegen an- 40,5
biete, Ihres Verlags unwürdig werde sein. Wenigstens ist die Materie,
die es bearbeitet, eine von denen, die die meisten Leser und Käufer
findet, und die bei weitem iezt [?] den kleinsten Teil der Mesprodukte
ausmacht. Denn wer liebt nicht die Satyre? wer mag nicht gern
lachen? Ich erwarte also sobald als es Ihnen iezt möglich wäre, die 40,10
gütige Nachricht, ob Sie dieses Manuskript, den Bogen um 7 rtl.
sächs. brauchen können. Mein Logis ist in der Klostergasse im Kuh-
nischen Hause. Sie sind durch Ihre Sorgfalt um schönen Druk und
schönes Papier eben so wie durch die guten Bücher bekant, die Sie
immer verlegen.40,15


K (Konzept): XII. An Weigand. Den 4 April.
Richter war zu Ostern (31. März 1782) mit Oerthel nach Hof gereist, wohin seine Mutter inzwischen von Schwarzenbach übergesiedelt war. Das angebotene Manuskript ist jedenfalls „Das Lob der Dumheit“. Ob der Brief abgegangen ist, ist ungewiß, jedenfalls hatte er keinen Erfolg; vgl. 54,5ff.

Textgrundlage:

21. An Buchhändler Weygand in Leipzig. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 40 (Brieftext); 430 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Friedrich Weygand (Weigand). Hof, 4. April 1782. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_21 >


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