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[ Töpen, 29. Aug. 1788 ]
247,15
.. daß blos ihre bisherige Maschinerie, dir grosse Flügel anzu-
machen, die Hände gebunden hielt. — An einem Hebel zimmern,
der dich auf einmal aus deiner Lage höbe — Zündest Brandtewein an,
damit die Leute denken, du sähest wie ein Todter aus — dies sei eine
Berichtigung oder Erklärung der astronomischen Berechnungen, die 247,20
ich von deinen Flekken machte — ein Engel trage dich aus Sodom auf
einen einsiedlerischen Berg, wo du deine geliebte Wissenschaft, die du
nicht wegen des Kammerwagens sondern wegen ihrer Reize liebst,
mit allen Neigungen umschlingst — Brodstudium ist wie Brodfreund
schaft etc. ein gleich nöthiger und abscheulicher Ausdruk etc. 247,25


K: An Herman den 29 August. i: Wahrheit 4,131×. B: IV. Abt., I, Nr. 83, 84, 85. A: IV. Abt., I, Nr. 82.
Hermann hatte in drei Briefen nochmals seine Notlage geschildert und den festen Entschluß geäußert, spätestens am 5. September Erlangen zu verlassen; bis zum 1. Sept. mittags könne Richter ihm noch etwas schicken. Er verwahrt sich aber aufs entschiedenste gegen Richters Verdächtigung (245,17–19), daß er sich dadurch an Otto rächen wolle.

Textgrundlage:

231. An Hermann in Erlangen. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 247 (Brieftext); 490 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johann Bernhard Hermann. Töpen bei Hof, 29. August 1788. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_231 >


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