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[ Schwarzenbach, 11. Mai 1790 ]
293,16
Warum lassen wir uns durch unsre Geschäfte und unsre Freuden
von einander absondern? Ich hätte längst schreiben und Sie längst
kommen sollen und Sie dürfen sich weder durch iene noch ich mich durch
diese rechtfertigen. — Aposteltag ist ein Intermezzosontag — Sie293,20
könten so gut kommen wie der Komet; daß Sie sich von Ihrer Sonne
in Seebach bis nach Hof verklettern könten! — So oft ich den Himmel,
der über uns aufgeschlossen ist, sehe, so denk’ ich an Sie und Ihr Glük,
Eine Sonne mehr zu haben. Wenn wird für mich armen Auswähler
aus teuflischen Papieren und englischen Frauenzimmern eine Stern293,25
schnuppe niederschiessen? — ist nicht so ordentlich als die ich hier zum
2ten male auf diesem Blatte, und zum ersten auf dieser Seite um Ver
zeihung bitte.

K (nach Nr. 324): An Spangenberg 11. Mai. i: Wahrheit 4,317×.
293 , 22 Seebach: wohl das südöstlich von Eisenach gelegene, woher Spangenbergs Braut stammte, s. zu Nr. 240.

Textgrundlage:

320. An A. G. von Spangenberg in Venzka. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 293 (Brieftext); 510 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An August Ludwig von Spangenberg. Schwarzenbach a. d. Saale, 11. Mai 1790. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_320 >


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