Hinweis zur mobile-Version:
Bitte beachten Sie, dass Brieftexte und Kommentare auf Medium und Large Screen-Devices optimal dargestellt werden, während eine responsive Darstellung des Textes auf Small Screen-Devices durch die Beibehaltung des Zeilenumbruchs beeinträchtigt ist.



[ Schwarzenbach, 25. Aug. 1790 ]
306,30
Vor mir steigt der Mond herauf — unter mir krazt eine Maus, die
mein Stubenpursch mit ist — in mir sizt das Abendessen: es wird also
bei so viel Zerstreuung der Brief kurz und dum genug werden. — der
rauft sich sonst iede Minute, die es länger ausbleibt, ein Haar mehr
aus — Ich dachte nicht, daß ich würde umwenden müssen. — Auf 306,35
dieser [Seite] wil ich aber nichts schreiben als — Apropos ich wünsche
Ihnen, daß Sie niemals Langweile, Kopfschmerz etc. und Blumen 307,1
haben, denn die lezteren gehören mir, Ihrem Freund, und die Übrigen
Ihren Feinden.

K: Den 25 Aug. An Johanna Wirth.
Wahrscheinlich die dritte Tochter der Postmeisterin, Eleonora Johanna Katharina, geb. 3. Jan. 1778, gest. 15. Juli 1843, also damals erst 12 Jahre alt. Sie heiratete am 24. Juli 1795 den Kaufmann Gottfried Salomon Schneider in Hof.

Textgrundlage:

336. An Johanna Wirth in Hof. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 306-307 (Brieftext); 514 (Kommentar).
Zur Konkordanzliste aller Bände


Zitierempfehlung:

An Eleonora Johanna Katharina Wirth. Schwarzenbach a. d. Saale, 25. August 1790. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_336 >


Zum XML/TEI-file des Briefes