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[ Schwarzenbach, 21. Sept. 1790. Dienstag ]
307,23
So freigebig Sie mit allem was Sie haben sind: so wenig sind
Sies mit Ihren Briefen und Sie sind ein wahrer Harpagon damit; 307,25
ich mus mit 10 von meinen Einen von Ihren abkaufen, welches nicht
christlich ist. Daher such’ und seh’ ich stat der Briefe den Briefsteller —
und zwar schon wieder den 26 Sept. um 6 Uhr 1790. — Im Grunde
komm’ ich ohnehin selten zu Ihnen: denn Sie müssen nur bedenken
und zusammenrechnen, wie oft ich meinen Wünschen die Venzkaer 307,30
Himmelsfarth [!] abschlage und wie oft ich mich, beim Streit meiner
Neigung und der Schiklichkeit, für die leztere erkläre. Da die schöne
Natur und d[ie] Schäff[erin] uns zugleich etc. Macht der Himmel
durch Wasser meine Hofnung zu Wasser: so schieb’ ich mein Ver
gnügen und Ihre Belästigung nur auf. 307,35


K (nach Nr. 340): Spangenberg 21 Sept. 90. 307 , 32 und] aus mit 33 Macht bis 35 auf.] nachtr.
307 , 33 Schäfferin: s. Nr. 333†.

Textgrundlage:

339. An A. G. von Spangenberg in Venzka. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 307 (Brieftext); 514 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An August Ludwig von Spangenberg. Schwarzenbach a. d. Saale, 21. September 1790. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_339 >


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