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[ Schwarzenbach ] den 27 Okt. 1790 [Mittwoch].
310,12
Lieber Otto

Mein Lauf und des Monds seiner ist so unregelmässig, weil ieder
Teufel und Planet an uns zieht und weil wirs zulassen. Die Post- 310,15
meisterin und der Franzos zogen mich zum gegenwärtigen Aufsaz, von
dessen Abdruk du mich wieder abzuziehen vermagst wenns nöthig ist.
Ists Gegentheil: so siegelst du ihn und schickest ihn hinüber, weil ihn
dein Gallier oder seine Gallierin vorher abschreiben wollen.

Las alles den Familiensenior auch lesen, wenn er oder das Billard 310,20
mag.

Mich wunderts, daß ich heute nicht komme sondern erst morgen.
N. S. Ich schämte mich anfangs diese Intelligenzmakulatur zu
vermehren oder zu zeigen; ich schämte mich aber doch noch mehr, sie dir
zu verhehlen. 310,25

R.

[Adr.] Monsieur Monsieur Chretien Otto, étudiant des belles
lettres et des beaux visages, à Hof.

H: Berlin JP. 1 S. 4°; auf der Rücks. Adresse. K: Otto eod[em]. J: Otto 1,8. 310 , 14 ist] sind K 23 N. S.] nachtr. H 28 beaux] aus belles H
310 , 16 Franzos: vgl. 295,17†. 19 dein Gallier: Christoph Otto, vgl. Nr. 121; seine Gallierin: Renate? 20 Familiensenior: Albrecht Otto.

Textgrundlage:

345. An Christian Otto. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 310 (Brieftext); 515 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Christian Otto. Schwarzenbach a. d. Saale, 27. Oktober 1790. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_345 >


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