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[ Schwarzenbach, 2. Febr. 1791 ]

So oft eine Wolke ein wenig blauen Himmel entblöste: wolt’ ich
nach Hof. So aber hab’ ich weder Sie noch den Himmel gesehen und
size als ein elender Briefsteller an meinem schwarzenbacher Tische. Die 323,5
Wolken sind wie Ihre Uhren — die an die Zeit erinnern, die man
durch Sie vergessen lernt. Da die Lina mehr Belehrung als Ver-
gnügen giebt und Sie nur das leztere, nicht die erstere brauchen.

K: Heroldin 2 Feb.
Vgl. 324,33. Über die Familie Herold vgl. zu Nr. 414. Adressatin dieses Briefs ist jedenfalls die Mutter, Amöne Friederike Dorothea, Tochter des Landkammerrats und Kastenamtmanns Joh. Georg Rentsch in Hof, geb. 10. Mai 1748, gest. 30. Mai 1794. Jean Paul nennt sie im Vorwort zu dem bei ihrem Tode verfaßten „Begräbnis-Traum“ (I. Abt., XVII, 265—267) „eine geistig und körperlich zart-gebildete Mutter“. 323,7 „Briefe an Lina als Mädchen und Mutter“ von Sophie Laroche, 3 Bände, Mannheim 1785—87.

Textgrundlage:

359. An Frau Herold in Hof. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 323 (Brieftext); 519 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Amöne Herold. Schwarzenbach a. d. Saale, 2. Februar 1791. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_359 >


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