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[ Hof, 26. März 1793 ]
374,14
Mit einer Hand, die so steif ist wie der Krönungsaktus und so er374,15
froren wie der Kopf, den er vergoldet, muß ich schreiben, um nicht
zu lügen: weil ich ihr und mir versprach, Ihnen eine Minute zu
nehmen, ohne einen Kreuzer einzutragen. — Ich wünsche, daß Sie sich
auf dem freudigen Strudel wiegen etc. Ihre Bibliothek hat wie Sie
und das Lorettohäusgen nichts geändert als den Ort. — Der Himmel 374,20
mache alle unsre Wünsche für Sie zu Freuden für Sie und führe Sie
mit Musik, Neuigkeiten und Gesundheit überhäuft und an nichts arm
als an Waren in die Freundschafts Arme zurük, aus denen Sie sich per
fas et nefas
gerissen haben. Bis Sie mir schreiben: behalt’ ich die Ver
sicherung zurük, daß etc. 374,25


K (nach Nr. 419): Herold 26 März 93. i: Nachlaß 4,237. A: IV. Abt., I, Nr. 142. 374 , 15 Hand] aus Feder
Herold war zur Messe in Frankfurt a. M., wo im vorhergehenden Jahr Franz II. zum römischen Kaiser gekrönt worden war. In A wünscht er sich dahin zurück, wo Richters Feder schrieb, in die Arme seiner Familie und Freunde; Richter hatte also aus Hof geschrieben, wohin auch A adressiert ist; „ihr“ ist wohl die Familie oder Frau Herold. 374,19f. Vgl. A: „Sogar auch Sie, mein Freund! wollen meine Unruhe vermehren? meinen ge lehrten Hausrath in Unordnung bringen, plündern?“

Erwähnungen im Kommentar:

Personen
Orte

Textgrundlage:

417. An J. G. Herold in Frankfurt a. M. In: Jean Pauls Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe. Dritte Abteilung, Band 1. Hrsg. v. Eduard Berend. Berlin: Akademieverlag, 1956.

Seite(n): 374 (Brieftext); 536 (Kommentar).
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Zitierempfehlung:

An Johann Georg Herold. Hof, 26. März 1793. In: Jean Paul - Sämtliche Briefe digital. In der Fassung der von Eduard Berend herausgegebenen 3. Abteilung der Historisch-kritischen Ausgabe (1952-1964), im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften überarbeitet und herausgegeben von Markus Bernauer, Norbert Miller und Frederike Neuber (2018).
< http://jeanpaul-edition.de/brief.html?num=I_417 >


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